Beiträge von GarchingS54

    Dein Beitrag wird schon richtig verstanden @F-Spider.
    Zu der darin nochmals angesprochenen Thematik des Anziehverfahrens an sich, eine schnelle und leicht verständliche Zusammenfassung.


    http://www.deprag.com/schraubtechnik/technische-informationen/anzugsverfahren.html


    Besonders interessant für den M392 deines Sohnes Holga, sofern er schon >90tkm drauf hat . Stichwort: Wechsel der Kurbelwellenlager (mit sehr interessanter Anziehprozedur)


    PS: eigentlich finde ich ziemlich cool von Mazda/FCA dass der Spider Stehbolzen hat.. sowas rüstet der ambitionierte Racer sonst immer teuer nach. ;)

    Spritmonitor ist sicherlich auf längere Sicht am aussagekräftigsten.
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    Realverbauch entweder ziemlich genau oder 0,5l weniger als angezeigt.

    Der Grund warum ich höheres technisches Grundwissen nicht erklärte, ist: Es ist nicht einfach zu verstehen. Ein Leser muss sich damit auch auseinander setzen wollen - da es teils umfangreiches Vorwissen benötigt.
    Ich bin in der Tat von der Grundausbildung Maschinenbau Ingenieur (keine Lehrer) - und genauso ein Pragmatiker. Warum selbst etwas wiederholen, was andernorts bereits hinreichend erklärt wird. z.B. in der Maschinenbaubibel.


    Wer sich also für das WARUM interessiert, der soll sich bitte selbst dort einlesen und nicht erwarten, dass er etwas in einem Forum mundgerecht serviert bekommt. Aber ev. kann jemand anders kurz, einfach und verständlich erklären, was MB Studenten in den ersten beiden Semestern an der TU bis zum Erbrechen pauken müssen - ich kann sowas leider nicht.


    Der tatsächlich Nutzen für den gemeinen Leser geht aus meiner Sicht auch gegen Null.


    Wir rutschen hier vom operativen praktischen Teil zum eher trockenen theoretischen.
    Oder bildlich gesprochen: Vom erfahrenen Mechaniker in der Werkstatt der weiß was er macht, zum studierten Ingenieur der auch begründen kann warum es so gemacht wird. Ist letzteres wirklich wichtig für den Hobbyschrauber daheim?


    Eine gebrauchte M12x1,5 10.9 Schraube verträgt auch über 200Nm - mit einem normalen Radschlüssel wird es schon schwer eine solche Kraft auf zu bringen.
    Und selbst wenn, passiert dort immer noch nichts.
    In der Konstruktion haben wir früher immer scherzhaft gesagt: "Vergiss den DAU (Dümmsten Anzunehmenden User) nicht" - Etwas zynisch sind damit die Sicherheiten gemeint, die bei solch relevanten Bauteilen berücksichtigt werden.


    In den letzten Beiträgen wurden auch die Gründe genannt, warum die genaue Drehmomenteinhaltung weniger relevant ist für den Schrauber daheim ist.
    Entscheidend ist nämlich nicht das Anzugsmoment am Drehmomentschlüssel, sondern die resultierende Vorspannkraft und draus resultierende Reibung zwischen Rad und Nabe. Diese ist von vielen Faktoren abhängig, welche teils extrem stark variieren. Raus kommen Vorspannkräfte - die umgerechnet in Drehmomente, teils ein noch viel größere Spannweite aufweisen, als die von Mazda angegebenen Werte.


    Der Drehmomentschlüssel daheim ist ganz nett. Sicherheitsrelevante Verschraubungen werden hingegen mit ganz anderen Verfahren angezogen.
    Stufenweise Anziehen und Lösen inkl. Setzvorgänge wurde von Cubidus ja bereits angedeutet. Drehwinkel und Streckengrenzen gesteuertes Anziehen wären weitere und vor allem weit genauere.


    Zusammengefasst:
    Selbst mit einem Markendrehmomentschlüssel für mehrere hundert Euro sind in der Praxis effektive Toleranzen von >20% beim Anziehen einer Verschraubung möglich. (<100 bis >140Nm bei eingestellten 120Nm) Das alles wird von den Ingenieuren bei der Auslegung berücksichtigt, sonst dürfte auch niemand daheim selbst Räder wechseln und die Hersteller in ihrer BDA Drehmomentvorgeben geben.


    Ich bin hier tatsächlich so überheblich und sage: Wer nicht weiß was er da am Auto macht, wie er es machen muss und was es bewirken kann, der sollte es auch eher nicht machen.



    Ich möchte die Frage aber gerne nutzen und umdrehen:


    • Wer hier wechselt seine Räder daheim selbst und zieht sie mit einem Drehmomentschlüssel an?
    • Was wird dabei eingestellt und warum?


    Ganz ohne zynischen Hintergrund.
    User hier können sich hierzu gerne austauschen, ich halte mich aus oben genannten Gründen komplett raus.


    PS:
    Beim Radwechsel achte ich darauf, dass die Radauflage plan und sauber und die Mutter leichtgängig ist und ziehe nach Gefühl mit der Hand an. Nach ein paar KM kontrolliere ich und falls ich an meiner Werkstatt vorbei komme, lasse ich mit 120-130Nm "nachknicken".


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    Freut mich , dass es geklappt hat. :thumbup:
    Natürlich interessieren jetzt Bilder... 8o8)


    Ich nehme an, dass dein Abarth nicht tiefer gelegt wurde und die Fahrwerkseinstellung ev. noch original ist. Das kann gerade an der Vorderachse hinsichtlich der Radabdeckung noch etwas aus machen.
    Der Bridgestone der Abarths ist deutlich breiter als der der Fiats.
    Wenn dein Rad beim Einlenken voll einfedert, kann es also dazu kommen, dass es steift. In dem Fall müsstest du an der Plastik Radhausschale mit einem Heißluftföhn etwas Platz schaffen. Dies nur als Hinweis, falls dieser Fall mal bei dir eintritt.

    Kurze Zusammenfassung:
    Es wird gefragt ob bei einem Reifenwechsel mit 100 oder 110Nm angezogen wird - niemand antwortet (auch ihr beide nicht)
    Es wird in einem anderen Thread (hier) das selbe gefragt. - mit einem leicht ironischen Unterton -> Darauf folgt eine sachliche Info
    Reaktion: es wird zur Kenntnis genommen und wieder findet sich eine Unterton in der Antwort.


    Darauf wurde - wie ich finde - nicht herablassend reagiert von mir, aber ich habe mich diesem Unterton (der sich auch in anderen Beiträgen wieder finden lässt) angepasst.
    Der technische Hintergrund wurde folgend von anderen Usern bestätigt. Thema somit abgehakt.
    Es wurde alles gesagt - nur noch nicht von jedem! ;)


    Wie hätte die Antwort eurer Meinung denn ausfallen sollen?
    Ein: wir wissen es nicht, aber ich mache es so und er so? Damit sich daraus ein 20Seiten langer Faden ergibt mit viel BlaBla und Glauben?
    Ich denke im technischen Bereich eines Forums, sollte es vor allem um Technik und eher faktenbasiert zu gehen - dabei muss man es nicht übertreiben.
    Muss man also alles so kompliziert machen?
    Wer nicht weiß wie Radschrauben angezogen werden oder sich unsicher ist, der soll bitte zu einer Werkstatt fahren. Hier will ja niemand, dass ich jemand weh tut oder gar anderen Verkehrsteilnehmern.


    Ich freue mich auf eure zukünftige proaktive Teilnahme am Forum, und halte mich entsprechend zurück.

    ...und ich habe sachlich geantwortet mit einen klitzekleinen an deinen vorletzten Post angepassten Unterton. ;)
    Welche LM Felge soll denn mit 105Nm angezogen werden?


    Mazda sagt: völlig Wumpe ob 108 oder 147Nm bei der OE Felge - sollte zu denken geben.
    Auf graue Theorie was, wann, wie, wo passieren kann, sollte wir hier wohl nicht eingehen. Meist tritt dort nur düsteres Glauben, habe gehört und 1/4Wissen zu Tage, ohne dass es irgendjemanden in der Praxis nützt.


    Nur die wenigsten Hobbyschrauber haben nämlich überhaupt einen Drehmomentschlüssel daheim - einen kalibrierten wohl nur die aller wenigsten. ?(
    5% Abweichung sind selbst bei einem kalibrierten Drehmo drin. Ein geänderter Reibwert am Gewinde = +/- 20% ... da kommt ganz schön was zusammen und dennoch werden die allermeisten daheim einfach nur mit dem Radschlüssel nach Gefühl anziehen und dann ev. nach 20-50km bei einer Werkstatt kurz mal nachziehen lassen, falls überhaupt.
    Dort stellt der Mitarbeiter eben zumeist besagte 110-130Nm ein. ;)


    Du kannst ja mal bei FCA nachfragen und uns informieren. Viell. gibt es da ja einen exakten Wert.

    Fiat gibt ja auch 3,8l an.
    Du kannst es eh recht einfach kontrollieren: -> Ölmessstab. ;)


    Untere geriffelte Kante ca. 3.3l - Mitte = 3,5l und obere Kante ca.3,8l (so meine empirisch ermittelten Werte)
    Je nachdem wie der Wagen steht, schwankt das halt minimal. Wäre zu viel Öl drin, merkst du das an eine deutlich raueren Lauf. (KW schlägt ins Ölbad, diese schäumt auf... nix gut)


    Würde mir eher wenig Sorgen machen, zumal Papier geduldig ist und die 3,8L sicher nicht 100% dem entsprechen, was eingefüllt wurde.