Beiträge von Abarth 25

    Ein Thema, welches für viele hier im Forum zum ständigen Begleiter werden wird, zumindest für fast alle Abarth -Fahrer. Hier geht es ja nur um das Thema Record Monza und TÜV, auf anderen Seiten im Forum geht es um Stilllegung und horrende Gebühren. Im zweiten Anlauf hat mein Spider nun die Zulassung vom TÜV bekommen. Akzeptiert wurden jedenfalls die gangbar gemachten Klappen und auch die Lautstärke der AGA. Subjektiv klingt die RM für mich nun keinesfalls leiser, eher lauter und bassiger. OT: Der linke LED - Blinker wurde vom TÜV - Prüfer moniert, er würde blenden. Der rechte, obwohl auch LED, nicht. ;)

    Record Monza, ein klangvoller Name für eine überteuerte Fehlkonstruktion. Zudem scheinen die Herren vom TÜV sich auf die Anlage eingestellt zu haben. Jedenfalls wurde mir nun auch die Plakette mit der Begründung verweigert, Klappen ohne Funktion da festgerostet, dh. zu laut. Es ist eine Austauschanlage, kam vor drei Jahren frisch aus Italien. Der Spider wird bald 7 und hat rund 80.000 runter. Auf meine Frage, ob ich mich darauf einstellen muss, nun bei jedem TÜV -Termin eine neue AGA einzubauen, kam vom Meister ziemlich wenig. Dafür mehr vom Mechaniker selbst, der auch einen Abarth fährt und die Klappen wieder gangbar machen will, praktisch für diesen einen Tag des TÜVs.

    Mittwoch abend einer diesen seltenen Momente. Zwei Abarth Spider auf derselben Straße und derselben Richtung. Wir haben uns gegenseitig nett gegrüßt und auch verabschiedet, ich Kiel Innenstadt, der schwarz weiße 124 weiter Richtung Ratzeburg.

    Um noch mal auf das Thema Reise mit dem Spider und Zoe038 zurückzukommen, wer mit dem Autoreisezug Geld sparen will, ist auf dem falschen Gleis unterwegs. Hier geht es vielmehr um die Frage, wie gebe ich eine beträchtliche Menge Geld möglichst stilvoll aus. Da hat die ÖBB folgende Antwort, man buche SCHLAFWAGEN, trinke vor dem Einschlummern ein paar Bierchen vom Schaffner mit solventen AMG Cabrio - Fahrern, die sich von Treffen zu Treffen kutschieren lassen und wache mit dem guten Gewissen auf, dem Spider viele unwürdige Autobahnkilometer erspart zu haben.

    Eine Vertragswerkstatt ist kein Handwerksbetrieb? Egal, um wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen, auch das austauschen der Record Monza, bei mir vor ca. zwei Jahren noch auf Kulanz, bringt nichts. Nach kurzer Zeit ist die Klappe wieder fest, bei mir in offener Position, was mich sehr freut und dem TÜV bzw. die Rennleitung nicht stört. Fiat hat das Ausmaß des Problems längst erkannt und beantwortet heutzutage jeden Kulanzantrag negativ.

    Hallo an alle, es ist wohl kein Zufall, dass viele Reisen der Spideristi nach Italien gehen, auch wenn unser Auto nicht dort gefertigt wurde. Ziel war also Sardinien, Ausgangspunkt Hamburg. Hier sind meine Frau und ich auf Autoreisezug gefahren mit Ziel Innsbruck. Ab dort blieb das Verdeck offen, milde 22 Grad, perfekt um durch's Ötztal Richtung Timmelsjoch zu fahren. Nach noch angenehmer Fahrt nach oben, bei der wir einen der wenigen SUV - Fahrern, kennenlernten, der mit seinem Fahrzeug umgehen konnte, musste das Verdeck wieder geschlossen werden. Dichter Nebel auf dem Gipfel, mit 25- 30 Kmh und maximaler Beleuchtung Richtung Kaltern, Stadt, nicht See! Um diesen mache ich seit einem Besuch und Bekanntschaft mit ungezählten Bussladungen aus NRW, einen großen Bogen. Die Stadt ist einfach nett und einladend, genau wie unser Hotel für eine Nacht. Auf Empfehlung des Wirtes machten wir uns zu Fuß auf dem Weg in ein Restaurant, dabei die einzige Spidersichtung der Reise!! Ein weißer Lusso auf dem Parkplatz eines Hotels. Nach einem gemütlichen Frühstück und Stadtbesichtigung wurden Autobahnen aus der Navigation verbannt, Verdeck bei 26 Grad geöffnet und unserem nächsten Ziel Livorno entgegen. An der Grenze unbedingt noch mal Super Plus tanken, diesen wird der Spider in Italien und speziell auf Sardinien vermissen. Livorno versank im heftigen Unwetter, der Abarth vor der Fähre bis zu den Türen im Wasser. Der Wagen ist ordentlich gebaut, alles trocken. Mit zweistündiger Verspätung ging es dann für den Spider auf einer Rampe, für uns in einer Zweibettkabine, Richtung Olbia. Ankunft dort nächsten Morgen 10:30 Uhr, Sonne, 24 Grad. Nach einem italienischen Frühstück, grandioser Kaffee und Cornetto , lassen wir diese pulsierende Stadt hinter uns. Der Abarth ist in Hochform und katapultiert uns in 3 Stunden an die Ostküste. Dort, ca. 20km im landesinneren , 5km vom kleinen Dorf Luceri entfernt, auf einem kleineren Berg liegt unser Zuhause für 10 paradiesische Tage. Ein Agriturismo, einsam und abgelegen, 170 Schafe, 80 Ziegen, Katzen und Hunde. Am ersten Abend kocht Mama, die nächsten Tage ich. Unser Fahrzeug wird zur Attraktion, die Italiener sind begeistert und auch in der Lage, dies sprachlich barrierefrei kundzutun. Nur kaufen, nein, kaufen würden sie ihn nicht. Ein Japaner, welch Frevel und die bange Frage, wie viel Finger Fiat in das Auto gesteckt hat. Ein Trauma scheint besonders auf dem Land die Menschen dort erfasst zu haben, denn nur noch alte Panda und Punto sind zu sehen, obwohl doch gerade der Punto verantwortlich für dieses Trauma ist. Fiat scheint mit der einheimischen Bevölkerung so umzugehen wie der VW - Konzern hierzulande und die wenden sich ab. Dacia wohin man auch blickt, nur schwerlich ertragbar für automobile Ästheten. Fiat hat diese Leute verloren, Vertrauen verspielt. Neuere Fahrzeuge kommen in Italien nun eben aus Rumänien, Frankreich und Wolfsburg. Ästhetik hin oder her, diesen komischen T Roc kaufen die Leute, Tipo nicht. Sardinien ist die Südsee Europas, mehr gibt es da nicht zu schreiben. Die Rückfahrt gestalteten wir identisch der Hinfahrt, mit Fähre und Autoreisezug. Sehr spannend mit so einem Auto, unsere Kinder nennen es antiquiert, wir stilvoll. Verzicht steht angesichts des Kofferraums im Raum, doch irgendwie auch Raumwunder. Die Record - Monza spielt immer und mit Leidenschaft die erste Geige, der Fahrer modelliert den Sound und man ist italienisch angezogen. Wen es interessiert, der Verbrauch lag bei 6,7l bei leicht erhöhtem Ölverbrauch in den Serpentinen der Insel. Kilometerstand 71500, der Spider läuft zuverlässig und nächste Woche in die Inspektion. Liebe Grüße aus Kiel.

    Diese Tage war ich mit dem Spider auf Sylt unterwegs, schon auf dem Autozug, der in dieser Gegend Sylt- Shuttle heißt, bekommt man eine Ahnung davon, was oder eher welche Fahrzeuggattung auf der Insel angesagt ist. 80 % Porsche, 70 % davon SUV, so ein 911 geht da glatt unter. Die, die nicht Porsche fahren, nehmen Bentlay, Ferrari und wenn es nicht anders geht eben den Mercedes. Auch hier kurz vor Dänemark ist unser 124 ein Unikat. Gut, dass die Autozüge vor ein paar Jahren wegen der damals neuen S - Klasse verbreitert wurden, die immer breiter und schwerer werdenden SUV , würden dieses elitäre Inseltreffen womöglich verpassen.

    Heute in Kiel am Schloss einen roten Fiat Spider, stilecht mit Gepäckträger und, relativ selten in diesem Sommer, funktionsfähigem Verdeck gesehen. Ich war inkognito auf dem Rad unterwegs.